Stephan

Im Januar 1953, sicherlich nicht als Wunschkind sondern als Nachkriegsunfall zweier Menschen, die durch den Zweiten Weltkrieg ihrer Jungend und Heimat beraubt worden waren, geboren wuchs ich in einem sehr konservativ bis reaktioären Elternhaus auf. Die Mühe, die sich meine Eltern trotz ihrer derzeit wirtschaftlich prekären Situation mit meiner Erziehung und Ausbildung gaben, fiel bei mir nicht unbedingt auf fruchtbaren Boden.

Mein Vater gab sich erfolgreich alle Mühe, mir handwerkliche Fähigkeit zu vermitteln: Typisches Jungensspielzeug – zum Teil selbst hergestellt, Modelleisenbahn, Modelbau von Segelflugzeugen und Segelschiffen die auch richtig flogen und schwammen. Diese Erfahrungen sollten in meinem späteren Leben von erheblichen Vorteil sein.

Meine Mutter war immer die gute Seele der Familie, die Glucke.

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Mit circa 16 Jahren entfernte ich mich dann wegen der aggressiven Erziehungsmethoden und der politsch reaktionären Einstellung meiner Eltern von der Familie. Ich sammelte die ersten Erfahrungen mit dem Leben in einer Kommune. Diese Lebensform prägte meinen Werdegang erheblich.

Nach meinem mehr schlechten als rechten Abitur ging ich für zwei Jahre zu den Pionieren Bundeswehr. Hier war die fundierte Waffen- und Sprengausbildung preiswerter als im Libanon. Und diese Fähigkeiten waren im damaligen revolutionären Klima sicherlich sinnvoll.

1981
Das Planzeichnen war nicht so mein Ding

Danach studierte ich in Hannover erfolgreich Architektur. Mit meinen FreundenInnen engagierte ich mich im Thema „Schaffen von bezahlbarem Wohnraum für untere und mittlere Einkommenschichten“. Im Rahmen dieses Studiums und nicht zuletzt auch aus der Betroffenheit durch die eigene Wohnsituation engagierte ich mich mit meinen FreundeInnen intensiv in der Hausbesetzerszene in Hannover Linden.

Mein politisches Engagement führte mich tief in die Anti-AKW Szene mit ihren Kämpfen und vorübergehend auf den Irrweg der parlametarischen Demokratie auf Seiten der sich damals gründenden Grünen.

1982
Diese LKW brachten mich verläßlich nach Afrika

Mein Studium finanzierte ich durch eine regelmäßige Arbeit bei einem Datenverarbeiter. Dort wurde ich von der Belegschaft für eine Legislaturperiode zum Betriebsratvorsitzen gewählt. Zusätzlich brachte ich auf eigene Rechnung in den Semesterferien LKWs nach Afrika und im Sommer fuhr ich für einen befreundeten Spediteur eine Linie mit einem 40-Tonner nach Ankara, teilweise bis in den Iran und Irak. Das war damals noch richtig Abenteuer und Freiheit. Kein Betriebsfunk oder GPS was mich überwachte.

08-01; Abfahrer; Dordogne 01
Buskollektivzeiten

Nach erfolgreichem Diplom gründete ich mit Freunden ein Reisebuskollektiv: Die Abfahrer. Neben den Rumtreibern das Zweite in Hannover . Vier bis fünf Jahre intensiver Reisetätigkeit folgten. Im letzten Jahr lernte ich dabei zwei Frauen kennen, die mein weiteres Leben stark beeinflußten: Fritzie, der ich nach Berlin folgte und Heidi, bei der  ich im Anschluß, zwei Jahre nach der Grrenzöffnung, hier in Buchholz landete. Neben den Wohnortwechseln war auch der Wechsel in eine jeweilige Zweierbeziehung prägend.

In Berlin arbeitete ich als Architekt bei Stattbau, ein Architekturbüro welches in treuhänderischer Funktion für den Senator für Bauen und Wohnen die legalisierten bestetzten Häuser betreute. Nebenbei jobte ich bei Prima Klima Reisen, einem befreundetem Berliner Reisebuskollektiv.

1990
Die Welt sich noch einmal von der Wasserseite her ansehen

Und zusätzlich betrieb ich mit meiner Freundin ein Reisebüro für Reisen auf dem Wasser: Segelreisen weltweit und nach der Grenzöffnung Kanutouren aauf den Seen der ehemaligen DDR.

Zwei Jahre nach der Grenzöffnung zog es mich doch wieder in den Westen und ich landete bei Heidi in damals noch Buchholz 5.

2 Kommentare Gib deinen ab

  1. Dear Stephan, our tap is working again, so here a post to tell about it 🙂
    http://hesptrip.eu/2016/08/15/stephan-and-our-tap/

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    1. Es freut uns, helfen gekonnt zu haben. Gute Reise
      Mit lieben Grüßen
      Heidi und Stephan

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