2016-07-22 – Nach Sveti Ivan Zelina

Heute Morgen nutze ich das schnelle WiFi-Internet um endlich einmal auch Bilder in unseren Blog einzufügen. Das sprengt natürlich wieder mal den Rahmen, den wir uns für die Weiterfahrt gesetzt haben.

Nachts die Ruhestörer

Außerdem war die Nacht nicht so pralle. Mit der Touristen Bimmelbahn haben die geschäftstüchtigen Ungarn bis um Mitternacht jetzt betrunkene Touristen hier immer noch einmal über das Gelände gefahren. Bleibt die Frage, was die sich so denken ‑ in einer Schlafzone mit Hotel; Appartements und Campingplatz so etwas abzuziehen. Aber scheinbar gehört das bei diesen Leuten zur „Lebensqualität“ nach dem Motto, wir können es uns leisten.

Und dann waren da noch die Jungmannen (wahrscheinlich die, die keine Freundin haben), die mit ihren Autos mit Hilfe von quietschenden Reifen versuchen ihren angestauten Druck los zu werden. Naja, aber wenigstens war das Schwimmbad bis 9:00 Uhr zu.

Unser Frühstück, wie immer, Müsli für mich und Kaffee für Heidi.

Ordnung ist eben keine Glücksache
Ordnung ist eben keine Glücksache

Das Einräumen geht mittlerweile etwas einfacher, da die meisten Dinge jetzt ihren Platz haben und auch in der Werkstatt nicht mehr so ein ganz großes Chaos herrscht.

Dann noch schnell die sehr guten sanitären Anlagen ausgenutzt und dann los.

Vor der Grenze möchte Heidi noch so viel wie möglich unserer Forint ausgeben. Also Pause in Nagykanizsa. Ich kaufe noch ein Set Sekundenkleber, denn ich möchte den Halter meiner Bettleselampe reparieren.

Ein Eis
Ein Eis

Heidi kauft Bier und Brot und wir essen ein total leckeres Eis mit je drei riesen Kugeln für circa 2,00 € und Waffelröllchen zur freien Verfügung.

Dann verlassen wir Ungarn in Richtung Kroatien. Hier findet das erste Mal eine richtige Grenzkontrolle statt. Ich fahre natürlich dickbräsig nicht über die LKW-Spur sondern über die PKW und Busspur. Weiß der Henker, wie man die beiden Fahrzeugarten über ein Spur laufen lassen kann. Naja, unergründlich sind die Wege des Herren.

Eine gute aussehende Grenztante will in recht forschem Ton sämtliche Papiere haben, die man so mit sich führen kann. Anschauen tut sie sich diese aber überhaupt nicht. Dann befiehlt sie hinten auf zu machen. Dort springt ihr gleich Lara entgegen. Schon bekommt die ganze Abfertigung einen ganz anderen Dreh. Es fehlt nur noch, dass sie sich mit Lara streichelnd auf dem Boden wälzt. Das werde ich mir merken für die Rückfahrt, wo ich ein russischen Präzisionsgewehr mitbringen möchte.

Dann fünf Meter vorziehen. Noch einmal anhalten. Wohin des Weges. Unsere Antwort „Nach Albanien“ löst so etwas zwischen Bewunderung und Unverständnis aus. Aber die Schranke geht nach der Frage: „Da hinten Wohnzimmer?“ und der Antwort: „Ja“ hoch. In dieser Hochstimmung vergessen wir natürlich an der Wechselstube Kunas einzutauschen und eine Straßenkarte für Kroatien zu kaufen.

So unterbrechen wir unsere Fahrt noch einmal in Cakovec. Im Centrum natürlich wieder mal keine Parkplätze für unseren Big Blue ohne die Androhung des sofortigen Abschleppens. Eigentlich hätten wir gar nicht erst in die Kleinstadt reinfahren dürfen. Denn die unterscheiden hier bei so schweren Fahrzeugen nur sehr unwillig zwischen LKW und Wohnmobil.

Die Fußgängerzone ist schön. Die Banken versuchen einen abzuzocken. Im Geldautomat wird angeboten eine Quittung zu erstellen, den Umrechnungskurs und einen sicheren Umrechnungskurs anzugeben. Aber wir haben aufgepasst. In den letzten Wochen war gerade bei der Sendung – Markt deckt auf – im NDR 3 darauf hingewiesen worden, dass die Banker hier das zwar anbieten aber teuer in Rechnung stellen. So haben wir jetzt zwar 1200,00 Kunos, kennen aber den Umrechnungskurs nicht. Aber die 1200,00 Kunos waren ungefähr ein Drittel der Höchstsumme, die wir hätten einlösen können. Also circa 300,00 €. Daher gehen wir erst einmal davon aus, dass 1200,00 Kunos ungefähr 100,00 € sind. Und wir werden ja einige Zeit in Kroatien verbringen, da Heidi die Küste sich noch einmal genau ansehen möchte. Ich denke wir kommen mit der Kohle ganz gut hin. Zwei richtige Zitronenlimos für 26,00 Kunos und eine gute Straßenkarte für 46,00 Kunos lässt hoffen.

Heidi holt sich ein neues Bier
Heidi holt sich ein neues Bier

Mein Wunsch heute bis südlich von Zagreb zu kommen scheitert. So stellen wir uns in Sveti Ivan Zelina auf einen Parkplatz etwas abseits der Straße. Auch hier ein Sportplatz als Nachbarschaft und einen Club für Off Road Fahren. Und am Rand des Platzes sind ganz viele Feuerstellen eingerichtet und Holz liegt da auch rum. Mal sehen. Heute ist ja Freitag und vielleicht kommt ja das arbeitende Volk heute Abend hier her um zu feiern. Das wäre ja was.

Der Offroad Club
Der Offroad Club

Und jetzt quaken hier im stillgelegten Freischwimmbad die Ochsenfrösche. Wenn die das die ganze Nacht machen werden, dann Prost Mahlzeit.

Ich schaue mir das ehemalige Freibad genauer an. In sozialistischen Zeit wohl ein Bad, gespeist mit Wasser direkt aus den Bergen, bestehend aus einem großen und einem Kinderbecken. Und die umgebenden Ruhe- und Liegebereiche. Scheinbar hat so etwas in der heutigen ‑ postsozialistischen Zeit ‑ keine Bestandsmöglichkeit mehr. Dafür mit EU-Geldern neu angelegte Anlagen der besseren Art für den hiesigen Hockeyclub. So sieht es die Privatisierung der öffentlichen Gelder, aufgebracht von uns Steuerzahlern, eben vor. Traurig, dass große Schichten der Bevölkerung da außen vor bleiben.

Heute Abend gibt es selbst eingeweichte weiße Bohnen in Tomatensauce mit angebratenem Speck und Zwiebeln. Und einen tollen Salat dazu. Mit Paprika, Tomaten, Gurken und Zwiebeln. Und zwei verschiedene Sorten ungarisches Bier dazu. Nebenbei beobachten wir ein Liebespärchen, welches nach anfänglichen Dehnungsübungen am Trimmpfad dann doch lieber zum Schmusen übergegangen ist.

Morgen gehts weiter ->

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