2016-12-09 / Nach Fondamente

Dieser Tag wird ganz sicher in die Annalen unserer Reise eingehen.

Wir frühstücken das erste Mal bei Sonnenschein. Es ist warm – so um die 8° Celsius. Wolfgang puzzelt dann noch irgendwas rum. Ich mache noch einen einstündigen Spaziergang in das Tal.

Dann geht es los. Wir wollen über Vallon pont-d’arc, Alès, Ganges, le Vigan und Cornus zu Harry nach Fondamente. Bei wunderbarem Wetter erklimmen wir die Hochebene nördlich der Ardeche und genießen von den verschieden Balkons den Blick in die Schlucht.

Dann auf dem Abstieg zum Vollon pont-d’arc bei 8% Gefälle in der Spitzkehre merke ich wie die Lenkung schwammig wird. Die Straße hier im Schatten der Berge ist noch feucht. Der Blick auf Thermometer zeigt 7° Celsius (plus). Ein Bremsversuch schafft Klarheit: Glatteis. Ich rutsche circa 50 Meter die Straße hinunter, bis ich auf dem unbefestigten Straßenrand Gripp finde und Big Blue zum Stehen kommt. Wolfgang hat die Probleme nicht, weil er aus der Spitzkehre heraus den Teil der Straße getroffen hat, die nicht vereist war. Und er passte mit seiner Spurweite wohl auch besser auf die von anderen Fahrzeugen schon enteiste Spur.

Ich will erst einmal zurücksetzen. In der Spitzkehre gab es eine kleine Parkbucht. Rückwärts ging nur mit Differenzialsperre. (Ich wusste ja, das ich ein Auto mit einer solchen haben wollte). Sonst drehte immer ein Rad durch. Nachdem auch Wolfgang den Parkplatz erreicht hat, gehe ich die Straße ungefähr 500 Meter talwärts ab. Und mache mich dabei zweimal fast lang.

Wir beratschlagen. Warten wir, bis die Sonne um den Berg rumkommt und den Bodenfrost aus dem Straßenbelag holt? Nach einer halben Stunde merken wir, dass das solange dauern kann, dass sie schon wieder hinter dem gegenüberliegenden Berg verschwindet.

Schweren Herzens entscheiden wir und zurück zu fahren und dann über Nîmes, Montpellier Richtung Millau zu fahren. Es wird also nicht aus einem kurzen Tag auf dem Bock. Die beiden Großstädte durchqueren wir natürlich, wie könnte es anders sein, im Berufsverkehr. Glücklicherweise ist die Autobahn von Montpellier nach Millau mautfrei. So kommen wir dann auf dem letzten Teil der Strecke, es schon dunkel, recht zügig voran.

So kommen wir erst gegen 20:00 Uhr bei Harry, Barikissou und Aischa an. Die drei haben aber mit dem Abendessen auf uns gewartet. Hähnchen mit Nudelsalat. Das war total toll. Denn heute gehen wir wirklich auf dem Zahnfleisch.

Der Abend ist aber kurz. Und auf dem Weg in unsere rollenden Betten merken wir, dass uns der Nebel wieder eingeholt hat.

Morgen geht’s weiter ->

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