Albanien 2018 – Zum Dritten und was drauß wurde

2018-06-21 – So langsam geht’s los.

Heute sind Patrik Fuchs und Verena Renneberg von runterwegs.de eingetroffen. Sie werden in unserer Abwesenheit unseren Hof hüten, unsere Feriengäste bespaßen und unseren Obst- und Gemüsegarten bewirtschaften, abernten und vieles davon aufessen.

Warum machen die Beiden das? Sie werden in den zwei Monaten ihren Hanomag A-L 28 einer Komplettrestaurierung unterziehen. Und dafür haben sie sich unser zu Hause ausgesucht. Und dafür, dass sie hier für Umme ihren Kram machen und wohnen können, tun sie uns den Gefallen. Für uns heißt das, wir müssen hier raus – sonst wird es hier zu eng. Noch eine Woche Einarbeitungszeit, und dann geht es los.

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Dann gibt es für euch wieder was zu lesen. Von unseren Verena und Patrick sicherlich über die Fortschritte ihrer Arbeiten und von uns wieder mal aus Albanien und dem Weg dorthin.

Jetzt müssen wir nur noch auf Mareen und Malte warten. Auch die beiden werden sich um unser Haus und Hof kümmern.

2018-06-23 – Hoffest bei Horst

Wir schleppen Patrick und Verana mit auf das Hoffest bei Horst. Es hat ihnen scheinbar gut gefallen. Und Patrick nutzt die Fete um in seinen Geburtstag hinein zu feiern. Bis morgens um 6:00 Uhr.

2018-06-27 – Auf nach Frohse bei Schönebeck

Wie jedes Jahr werden wir unsere erste Nacht auf dem Campingplatz Magdeburg in Frohse verbringen. Wenn ihr wissen wollt warum wir immer hier unsere erste und letze Übernachtung machen, schaut einfach bei unseren Reiseberichten von unserer Elbetour du unseren vorherigen beiden Albanienfahrten nach.

Nach dem Aufstehen und dem anschließenden Frühstück mit Patrick, Verena von Runterwegs und unserem zweiten Hofhütepärchen geht es dann zur Sache. Noch die Fahrräder einladen, das Müsliglas in dem Schrank verstauen. Dann zückt Patrick die Kamera und wir müssen runter von unserem Hof.

Der angesagte Sonnenschein scheint nicht so, wie er vorhergesagt wurde. Aber trotzdem kommen wir bei gutem Reisewetter zügig nach Frohse. Der beginnende Urlaubsverkehr hat uns doch noch verschont.

In Frohse empfängt uns die Familie Henning wie jedes Jahr. Und endlich bekommen wir heute den Stellplatz „0“. Hier kann man schon mal mit der Vorderachse im Wasser stehen. Aber dieses Jahr ist auf der Elbe mal wieder Trockenheit angesagt.

Traditionell steht dann der Besuch der Eisdiele in Schönebeck auf dem Programm. Die Hunde freuen sich über die Rennerei am der Elbe entlang. Die Eisdiele hat trotzdem zu. Enttäuschung macht sich breit. Wenige 100 Meter weiter finden wir Ersatz. Nicht ganz so schön wie in unserer Stammeisdiele. Aber es gibt schlimmeres.

Auf dem Rückweg noch schnell beim Schlachter unseres Vertrauens vorbei und beim Bäcker etwas Brot einkaufen.

Dann warten auf 18:30 Uhr: Öffnung des Bibergrill. Currywurst und Rostbratwurst mit Bratkartoffeln und Schnitzel mit hausgemachten Kartoffelsalat. Dazu Treibgut. Die Welt ist schön. Der Himmel klart auf. Der Vollmond lässt sich blicken.

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Noch ein Spaziergang an der Elbe an den Alpakas entlang. Die Hunde baden, wir bestaunen den Vollmond.

Dann wird es Zeit zum Schlafengehen.

2018-06-28 – Nach Eilenburg, zum Trüffeljäger

Heidi setzt sich durch. Nach dem Einkauf unseres Geburtstagsgeschenkes für Max geht es nicht über die Autobahn nach Eilenburg. Heidi möchte über Bundes- und Landstraßen.

Wir kommen gut voran. Die Gegend hat was von Ungarn: Flach, riesige Monokulturfelder und vertrocknet. Wir fahren über einen wunderschönen Teil der deutschen Alleeroute. Wie gesagt, wunderschön, aber immer Angst um den Topsleeper.

In Eilenburg ist der/die Trüffelhandel und -zucht von Gunter Kahlo schnell gefunden. In einem alten Generatorhaus vereinigt er eine (Kunst-) Glaserei, Trüffelverarbeitung und -handel sowie Trüffelhundetraining. In der Halle wohnt auch eine Krähe, die Gunter mit der Hand aufgezogen hat und die nicht mehr raus will. Ich bin fasziniert von seinen Glasarbeiten.

Wir kaufen uns bei ihm schon mal Trüffelbratwurst für morgen Abend und für Heidis Magen Trüffelbutter. Ich bekomme einen Trüffelfrischkäse.

Gunter und seine Frau stellen sich als ein nicht nur tolles Gastgeberpaar heraus. Sie sind auch faszinierende Menschen, die in ihrer Haselnuss- und Trüffelplantage auch Wohnmobil Leute, die Mitglied beim Landvergnügen sind, beherbergen und mit einer absolut überzeugenden Authentizität, wenn sie über ihr Leben erzählen, überzeugen.

Dieser Besuch hat sich wirklich gelohnt. Hat Heidi gut ausgesucht.

Und im übrigen hat es was, hier mitten im Naturschutzgebiet in einer typischen DDR-Datschen Siedlung zu übernachten. Denn am Rand einer solchen liegt Gunters  Plantage. Klein und fein. Und Pilze züchtet er hier auch. Da werden unsere Herzen schwach. Der Traum eines Selbstversorgers.

Die Beiden haben uns nebenbei nicht nur erlaubt, nein sie haben uns gedrängt, von den reifen Früchten: Tomaten, Gurken, Bohnen und Erbsen sowie Johannisbeeren für uns so viel wir möchten zu ernten. Danke dafür. Heidi hat sich mit dem Gießen der Pflanzen revanchiert.

Nachdem uns unsere beiden Gastgeber verlassen haben – sie haben auch noch ein Leben neben dem „Bespaßen“ von Gästen – sind wir in der Aue noch einmal ausgiebig mit den Hunden spazieren gegangen. Die Landschaft hier ist ein Traum.

Übrigens, Eilenburg mit ihrer Mulde sind ja vor ein paar Jahren mächtig durch die Presse gegangen. Beim Hochwasser 2002, 2013 und 2017 sind die hier total abgesoffen. In der Stadt stand das Wasser um die zwei Meter hoch.

Und nun geht’s auch für mich ins Bett.

2018-06-29 – Bei Torsten in Wiesau

Mein Wunsch ist es heute Torsten in Wiesau zu besuchen. Ich habe ihn in den letzten beiden Jahren als Veranstalter des Steinwaldtreffens kennen gelernt und es ist mir ein inneres Bedürfnis.

Bei unsere Ankunft ist er natürlich wie immer voll in seiner Arbeit verstrickt. Aber schnell ist uns klar, heute Abend wird gegrillt. Dafür haben wir ja schließlich auch die Trüffelbratwürste von Gunter Kahlo mitgebracht.

Wir brauchen aber vorher noch etwas Bewegung und machen uns mit den Fahrrädern auf zum Rewe im Ort. Wir finden dort alles, was wir noch brauchen.

Dann werfen die Frauen hier vom Platz im großen Lagerfeuerring den Grill an. Schnell wird klar, dass viel zu viel Grillgut vorhanden ist. So endet der Abend irgendwann völlig überfressen. Aber gut war‘s! Leider habe ich völlig versäumt ein paar Bilder zu machen. Es fehlte eben die Hausfotografin Steffi Pilz.

2018-06-30 – Geburtstagsfeier bei Max in Grafing

Max kennen wir aus Albanien und vom Steinwaldtreffen. So wie wir ihn kennengelernt haben, ist es uns ein dringendes Bedürfnis, in zu seiner Geburtstagsfeier im Rund seiner Familie zu besuchen. Es ist eine gute Entscheidung. Es wird ein wunderschöner Abend. Er ist beneidenswert. Er hat eine wunderbare Familie.

 

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2018-07-01 – Ein Tag Pause bei Max

Wir haben alle einen mehr oder weniger großen Hangover. Trotzdem unternehmen wir ausgiebige Spaziergänge durch die umliegenden Felder und Wälder. Ist eine schöne Ecke hier. Nur ein bisschen zu sauber und aufgeräumt. Bayern halt. Und dann noch Speckgürtel vom München. Abends grillen wir noch die Reste vom Festtag. Und heute wird es nicht so lang wie gestern.

2018-07-02 – Weiter nach Grein an der Donau in Österreich

Aus Erfahrung nicht überraschend. Wir wollen früh los. Aber auch mit Max‘ Familie noch frühstücken. Eine gute Entscheidung. Und gegen elf kommen wir dann auch los. Immer Richtung Osten. Über Linz an die Donau. Wir wechseln die Mauthausen auf die Nordseite und finden dann auch hinter Grein einen schönen Stellplatz ganz alleine auf einer kleinen Landzunge, die in den Fluss ragt. Ganz auf der Spitze schlagen wir unser Lager auf. Endlich wieder ein Fluss, auf dem wir Schiffe beobachten können. Und die Hunde im Wasser rumtollen. Ich halte auch schon mal den Fuß ins Wasser. Temperatur ist ja ganz in Ordnung. Aber der Einstieg über die steile Böschung über glitschige große Felsen ist für mich mit meinem lädierten Knie nicht so ganz das richtige. Naja, mal morgen früh noch einmal in Angriff nehmen.

Heute Abend gibt es frische rote Beete mit eigener Kürbissuppe aus unserem eingemachten Fundus.

Da wir jetzt in Österreich sind, haben wir auch Zugang zum Internet. Das war die letzten Tage in BRD nicht so selbstverständlich. So kann ich heute endlich mal wieder schreiben und die Seite endlich mal hochladen.

2018-07-03 – Ab nach Ungarn

Wir haben himmlisch geschlafen. Immer mal wieder einen Donaudampfer im Traum gehört.

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Gegen 8:00 Uhr ist die Nacht vorbei. 8,4°C Tiefsttemperatur in der Nacht. Jetzt am Morgen beim Frühstück schon wieder über 15°C.

In Grein noch ein paar Lebensmittel und Bier einkaufen und dann über St. Pölten Richtung Sopron.

Eigentlich ist der Plan an der kleinen ungarischen Ecke des Neusiedler Sees zu übernachten schon verworfen. Irgendwie wollen wir jetzt doch mal zügig weiter nach Kosovo ,Albanien und Mazedonien.

Aber die Strecke zieht sich. Dann endlose Diskussionen an der Grenze wegen der Maut. Wohnmobile (auch über 3,5 to) fahren in der Klasse D2. Und damit sind sie nur auf den Autobahnen Mautpflichtig. Nicht auf den sonstigen Straßen. Irgendwann brechen wir die Kaufverhandlungen ab und fahren ohne weiter.

Aber so ist unser Zeitplan etwas verrutscht. So versuchen wir es doch bei Fertörákos am Neusiedler See. Wir sind enttäuscht. Was auf Google Maps nicht sichtbar war, sind die Schranken in der Einfahrt. Das hier ist ein Freizeitresort, so wie wir es lieben und weiträumig umfahren.

Wir drehen und finden dann unseren Platz an der kleinen Zufahrtstraße. Hier stehen normalerweise Angler.

Um die restliche Zeit bis zum Abendessen totzuschlagen, gehen wir noch einmal zu Fuß zu dem Freizeitresort. Für Kuschler ein wirklich nicht schlechter Platz. Man steht auf einer riesigen Rasenfläche, die sich bis an den Strand zieht. Und die Preise sind auch moderat. Aber eben was für Kuschler. Oder sinnvoll, wenn man entsorgen muss oder Frischwasser tanken will. Brauchen wir alles nicht.

Bratkartoffeln mit angeschmorter Rindersalami von Horst. Kinderketchup aus der Grabbelkiste vom heimatlichen Edeka und einem Salat aus frischen Tomaten und eingelegten gegrillten Paprika. Hinterher Kekse von unserem Nachbarn Peter.

Und der Kampf mit den Mücken geht los. Das ist aber bei Süßwasser und diesen Temperaturen nicht überraschend.

Trotzdem traut sich Heidi noch ins Wasser. Und die Hunde gleich mit.

Noch den heutigen Tag zusammenfassen und hochladen. Dann geht’s ins Bett. Vielleicht vorher noch ins Wasser.

2018-07-04 – Abbruch

Heute Morgen haben die beiden Hunde wieder ab 4:30 Uhr im Auto rumrandaliert. Wie jeden Morgen! Irgendwann um 7:00 Uhr findet Heidi es ist Zeit aufzustehen. Nicht für mich. Mir geht es schlecht: Unausgeschlafen, unruhig, genervt und unausgeglichen.

Durch Lara und ihrem Welpen Linda ist unser Urlaub sehr anstrengend geworden: Frühmorgens die Randale im Auto, tagsüber ständig die Hunde an der Leine (für uns und unsere Hunde komplett ungewohnt) oder angekettet und ständig sind wir auf der Suche nach Linda.

Ich bin drauf und dran für mich unsere Tour abzubrechen. Wenn Heidi weiter machen will, fahre ich mit dem Zug nach Hause. Denn auch die Weiterfahrt wäre nicht so hundegerecht, wie wir uns Hundeleben vorstellen. Und bei mir macht sich auch die Angst breit, dass aus dieser Situation die Erziehung von Linda in die Hose geht.

Beim Frühstück einigen wir uns auf Folgendes: Albanien ist dieses Jahr nicht weiter unser Ziel. Wir werden unsere Tour so weiterfahren, dass wir uns nicht weiter von zu Hause entfernen, damit ein kompletter Abbruch nicht auf noch größere Schwierigkeiten stoßen würde.

Da unser heutiger Stellplatz durch die Mücken nicht so attraktiv ist, entscheiden wir uns erst einmal nach Bad Deutsch-Altenburg zurück zu fahren. Das kennen wir. Direkt zwischen Kurpark und Donau. Und Treidelwege, auf denen wir endlich mit den Fahrrädern die Hunde mal wieder richtig fordern können. Ohne sie ständig an die Leine nehmen zu müssen.

Bei unserer Ankunft dort sind wir soweit durch. Wir betrauern unsere Entscheidung zwar immer noch, aber uns ist darüber hinaus klar geworden, dass sie richtig ist. Wir haben einfach die Situation mit einem Welpen im Rüpelalter zu reisen völlig unterschätzt. Alles wird gut!

Gleich eine große Radtour an der Donau stromauf. Da sie recht wenig Wasser führt sind große Kieselstrände trocken gefallen. So können wir hier genüsslich baden. Zum zweiten Mal heute. Denn am Neusiedler See waren wir auch schon im Wasser. Alles wird besser!

Jetzt planen wir unsere weitere Route: Die Seengebiete nördlich von uns, die Donau stromauf oder ab zur Elbe oder Neiße-Oder Linie.

Schiffchen beobachten, Tee trinken und auf 18:00 Uhr (Bierzeit) warten.

Ich unternehme noch eine Radtour alleine auf die andere Seite der Donau. Auf der Donaubrücke merke ich dass ich älter werde: Nach wie vor schwindelfrei, aber die Enge des Radweges ist bedrückend und die Höhe beängstigend. Zumindest für mich.

Auf der gegenüberliegenden Seite finde ich einen freien Zeltplatz für Radfahrerinnen und PaddlerInnen. Mächtig auf aufgemotzt mit EU-Kofinanzierung, wie sich der Österreicher sich ausdrückt. Und leer. Da zur Zeit der Donau Radwanderweg auf die andere Seite verlegt ist, wegen Bauarbeiten darauf bis 2020.

Und ich habe den Beweis für die Zunahme von Extremwetterlagen und ihren Auswirkungen gefunden.

Zurück bei Heidi gibt es was zu Essen. Bio-Steak vom österreichischen Aldi – hier Hofer genannt – mit Blumenkohlgemüse. Und wir müssen zugeben. Das Fleisch ist Spitze. Bei dem Preis, den die hier für Fleisch aufrufen, auch erklärlich. Fleisch ist teuer, aber auch sau gut. Sollten sich Aldi in BRD ruhig mal ein Beispiel nehmen. Diese Erfahrung, dass Aldi außerhalb von unserem Heimatland wirklich gute Qualität kann und auch im Bio-Bereich wirklich hochwertig unterwegs ist, habe ich ja auch in meinem Spanienaufenthalt Anfang des Jahres gemacht.


Und weiter geht’s da ->

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