2016-08-12 – Zu den Schwefelquellen in Benjë-Novoselë

Abschied von Anita und Rolf
Abschied von Anita und Rolf

Heute ist es soweit. Abschied nehmen von Farma Sotira, Anita und Rolf und Therese und Christian.

Dann geht es wieder hoch in die Berge Richtung Leskovik. Dort biegen wir wieder einmal mit traumwandlerischer Sicherheit in die falsche Straße – sie ist die neuere hier an dieser Stelle – und fahren daher SH 75 sonderen auf der SH 65 zur griechischen Grenze. Die neue Straße wird nach circa zehn Kilometern zu einer ganz neuen. Einer Straße im Bau. Das hatten wir schon einmal. Endlos, mindestens 15 Kilometer Bauschotter. Und keine Arbeiter vor Ort.

2016-08-12; Leskovik 01
Leskovik

Rolf hatte uns erzählt, dass die meisten Straßenbauprojekte zurzeit auf Eis liegen, da die Arbeiter von diesen abgezogen wurden und jetzt an der Pipeline aus Russland nach Europa arbeiten. Da wundert es uns doch, dass für diese Arbeiten keine neuen Arbeiter angeheuert werden. Ein Gang durch die Bars und Cafes, und ich hätte einen Bautrupp von mehreren Hundert Arbeitern zusammen. Aber die ticken hier anders.

Als wir vor der griechischen Grenze stehen, wundern wir uns dann doch erst einmal.

Aber wie auch schon vorher, auf diesen Strecken, wo wir unss „verfahren“ hatten, finden wir die schönsten Landschaften vor. Entlang des Vjosa erleben wir ein Flusstal, das seines gleichen sucht.

Irgendwann geht es dann auch wieder die steilen Uferfelsen in Serpentinen hoch. Die Straße eng, teilweise mit Steinen gescherte Fahrbahnunterspülungen, Fahrbahndeckenabbrüchen, so engen Kurven über engste Brückchen, dass auf der einen Seite das rechte Vorderrad im Graben und das linke Hinterrad über dem Abgrund schwebt. Aber die Anderen kommen ja auch durch, also muss es ja gehen. Und es geht.

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Irgendwann, nach ungefähr sechs Stunden Fahrt für 100 Kilometer kommen wir bei Petran an die Schwefelquellen von Benjë-Novoselë an. Eine Schranke, 200 Lek bezahlen und wir dürfen rein. Hier wird ein „Erlebnispark“ gebaut. Ein Großteil der Flächen werden angepflanzt. Die Parkplätze sind mit Autos, aber vor allem mit den kleinen Minibussen, die Badegäste aus Përmet herankarren, völlig chaotisch zugestellt. Und dazwischen kämpfen die Albaner mit ihrem Auto, dem Überblick und den für sie nicht groß genügenden Parklücken. So klemmen wir uns in eine rein. Das sieht erst einmal nicht nach einem guten Stellplatz aus, aber wir gehen jetzt erst einmal in die Schwefelquellen baden. Wasser so warm wie im Kinderbecken, nachdem 20 Kindergärten reingepullert haben. Angenehm, weil eine steife Briese talaufwärts bläst. Und wie. Und erfrischend.

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Die beiden kleinen Bars bieten uns gekühlte Getränke. Wir können nicht in Erfahrung bringen, ob es auch was zu Essen gibt. Aber ein Stand auf dem Weg zun den Pools bietet selbst gepflückten griechischen Bergtee an. Da ist Heidi natürlich aus dem Häuschen und kauft erst einmal wieder einen Bund.  Und den gibt es dann auch gleich zu trinken.

ein Blick in den Himmel sieht immer anders aus. Die Wolkenbildung von nichts bis Unwetter wechseln stetig. Teilweise beängstigend. Aber bislang hat fast immer das gute Wetter gesiegt.

Siggi und Gerdy
Siggi und Gerdy

Gegen Abend verkrümeln sich die Badegäste wieder in ihre Hotels nach Përmet oder sonst wo hin. Wir sind schon fast alleine, da kommen Siggi ♀ und Gerdy ♂ mit zwei exklusiven BMW-Geländemaschinen. Sie wollen schon wieder abfahren, da kann ich sie noch zu Bleiben überreden. Noch ein paar Bier in den Bars kaufen, Was zu Essen zubereiten, und schon ist der Klönabend eingeleitet. Leider verabschiedet sich Gerti recht früh. Er hat Kopfschmerzen.

In der Nacht kommen noch zwei Autos mit partywütigen AlbanernInnen. Die machen kurz Krach bei Ankunft und morgens bei ihrer Abfahrt. Scheinbar müssen Albaner immer der ganzen Welt mitteilen: Hoppla, ich bin jetzt da. Schaut her ich fahre jetzt weg. Ansonsten haben alle eine gute Nacht.

Morgen gehts weiter ->

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