2016-12-24 / Heilig Abend

2016-12-24; 1; Plantage 02.JPG
Vermüllt wie immer

Noch vor dem Frühstück gehe ich bei Sonnenaufgang zu den Stränden, wo gestern Pierre und Melli vor ihrer Abreise hin waren. Ist ganz nett da. Eben Strand in der Bucht zwischen der Felsenküste. Auch hier alles vermüllt.

Nach dem Frühstück fahre ich noch einmal zum Einkaufen. Spanische Muttis am Käsetresen zu Weihnachten. Also, die Geduld wird da doch mächtig strapaziert. Aber alles gut.

Heute versuche ich noch einmal nahe der Wasserlinie mit dem Fahrrad nach Puerto de Mazarrón zu kommen. Da die Plantagenbesitzer mittlerweile die gröbsten Sturmschäden an den Wegen haben beseitigen lassen, ist auch ein recht gutes Durchkommen. Aber eben nur ungefähr fünf Kilometer. Da stehen noch ein paar Wohnmobile in den Dünen und dann ist an der Steilküste Schluss. Ich setze mich noch bei zwei Pärchen dazu. Die kommen aus Berlin www.wandmalerei-berlin.de.

Auf dem Rückweg treffe ich einen Österreicher mit einem MAN-Phönix mit Anhänger. Der hat sich zu weit getraut. Da hier die Straße noch zur Hälfte weggespült ist, er mit Anhänger nicht rückwärtsfahren kann und es hier keine Stelle zum Drehen gibt, muss er wohl hier bleiben.

Ich mache für heute Abend Kartoffel-Kürbissuppe. Mal sehen, wie die wird. Eigentlich wollte ich ja Kartoffeln mit Quark machen. Aber ich habe keinen Quark bekommen.

Der Rest des Tages bis 18:00 Uhr außer Hitze und Sonnenschein recht unspektakulär.

Aber das Stockbrotbacken mit kleinem Buffet ist sensationell. Was wir auf unserer Seite des Platzes hinbekommen haben ist mehr als Weihnachten.

Irgendwann am Abend verabreden wir uns für morgen an die hiesigen Schwefelquellen zum Baden zu fahren. Anschließend auf einen Campingplatz zum Duschen und ich werde erstmals auf dieser Tour einen Geldautomaten aufsuchen. Entgegen meiner Erwartungen ist das Leben hier auch nicht so teuer. Der Sprit reißt es etwas rein. Aber die Lebenshaltungskosten sind gering.

Wolfgang kramt seine Gitarre raus und macht mit anderen Musik.

Gegen 22:00 Uhr, gefühlte 2:00 Uhr morgens machen wir das Feuer aus und gehen alle schlafen.

Danke an Sonja für diesen tollen Abend.


Ich merke, dass ich mich mittlerweile auf recht dünnem Eis bewege. Dieses Leben hier draußen in einfachen Strukturen, aus wenig viel machen und mit Leuten zusammen kommen, die einfach interessant sind oder ein interessantes Leben führen, übt auf mich doch eine starke Faszination aus. Mein zu Hause in Buchholz und meine Liebe zu Heidi ist dadurch zwar nicht in Frage gestellt. Aber es kann mir passieren, so wie ich hier Heidi, Lara und Buchholz vermisse, zu Hause dieses Leben „auf Achse“ vermissen werde. Wie gesagt, dünnes Eis eben.


Morgen geht’s weiter ->

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