2016-09-02 – Nach Plitvička Jezera

Heute kommt es ganz dick. Zuerst klingelt das Handy und Frank, unser Haus- und Hofhüter ist dran. Er liegt seit gestern im Krankenhaus in Hannover und ist bereits wegen Darmverschlusses operiert worden und wartet auf den zweiten Eingriff. Und er macht sich Sorgen um unsere Hühner und unsere Feriengäste. Ich beruhige ihn erst einmal und erkläre ihm, dass es vor allem wichtig ist, dass er wieder gesund wird. Und den Rest bekommen wir auch so geregelt. So beruhigt kann er sich jetzt auf seine Genesung konzentrieren.

Wir frühstücken, gehen noch einmal Baden. Die Platzbelegschaft ist schon auf den Füßen und bietet uns noch warmes Schmalzgebackenes mit Pflaumenmus an. Lecker.

So gestärkt machen wir uns daran, unser zuhause zu organisieren. Unsere Nachbarin Margrit Friebe anrufen und ihr den Sachverhalt erklären und sie bitten, für unsere heutigen Schäferwagengäste diesen herzurichten. Und wieder einmal, auf unsere Nachbarn ist Verlass. Und ihr Mann Günter kümmert sich um unsere Hühner und die Glucke mit ihren Küken. An dieser Stelle herzlichsten Dank dafür.

Dann Big Blue fahrbereit packen und starten. Jetzt, es kommt heute alles zusammen, gibt der Magnetschalter des Anlassers endgültig den Geist auf. Mist. Für uns ist eigentlich klar: Anschleppen lassen und die nächsten Nächte immer mit etwas Gefälle verbringen um Big Blue anrollen zu lassen. Aber die Leute wollen natürlich helfen und ein Freund des Platzes, der gerade ein anderes Wohnmobil repariert, erklärt, dass er mit dem Anlasser zu Mercedes in Mostar fahren und dort den Magnetschalter austauschen lassen will. Das ist natürlich verlockend, denn heir kostet so etwas einen Bruchteil von dem, was wir in unserer Bananenrepublik Deutsschland dafür bezahlen müssten. Also mache ich mich an den Ausbau. Schnell komme ich jedoch zu dem Schluss, dass, um den Anlasser dort raus zu bekommen, der Auspuff zwischen Turbolader und Topf ebenfalls ausgebaut werden muss. Und das ist mir dann doch zuviel. Mit vereinten Kräften überzeugen wir die Campingplatzbesatzung, dass Anschieben oder -schleppen für alle das einfachste ist. So Kommt el Chefe mit seinem Opel Ascona und zieht. Und Big Blue läuft. Es folgt eine herzliche Verabschiedung und los geht es in Richtung kroatische Autobahn.

Nach cirka 50 Kilometer haben wir sie erreicht. Das Stummelchen auf BiH Territorium für zwei €.

Dann die Grenze nach Kroatien. Auch hier will keiner was von meiner Kalaschnikow wissen. Innerhalb von 15 Minuten sind wir raus aus BiH und rein in Kroatien.

Eine super Piste. Mautpflichtig. Ticket bei Einfahrt ziehen und dann zwischen 80 und 90 kmh in Richtung Heimat. Diese Autobahn ist recht weit oben in die Berge gehauen. So haben wir auch von dieser Straße aus ein recht schönes Panorama.

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Bis hinter Zadar läuft alles zügig. Dann runter in Richtung Plitvicer Seen. Das Ganze kostet uns 39,95 €. Dafür werde ich mich das nächste Mal sicherlich nicht über die Küstenstraße quälen!

Auf unserem Campingplatz von der Hinreise in Jezera angekommen, erleben wir herbe Enttäuschungen. Es gibt nicht mehr das Abendessen. Der Platz ist auf Nebensaison runtergefahren. Kein Bier mehr, keinen Wein. Kein Klopapier mehr. Dasfür sind die 20,00 € dann doch ein stolzer Preis. Nebensaison eben. Wir lernen. Diesen Platz nur in der Hauptsaisom anfahren und das Abendessen vorbestellen!

Aber wir finden hier unseren Platz, von dem wir Big Blue morgen anrollen lassen können! Und das bisschen Schräglage werden wir überleben. Heidi beim Kochen und wir zusammen beim Schlafen.

Morgen gehts weiter ->

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