2016-08-02 – Auf dem Komani See

Bis spätestens 9:00 Uhr müssen wir an der Anlegestelle der Fähren sein. Also stehen wir gegen 7:00 Uhr auf. Das fällt uns auch nicht besonders schwer, denn wir sind schon wach, da die Schichtwechselleute des benachbarten Stromerzeugers ihrer Freude des Schichtendes bei ihrer Wartezeit auf den Bus am Werkstor lautstark kund tun.

Wir schaffen es also ohne Probleme pünktlich aus dem Tunnel zu treten und finden uns in einer anderen Welt. So stelle ich mir Fährhäfen zwischen den indonesischen Inseln vor, wo jede Woche eine wegen Überladung umkippt und untergeht. Ich will dazu keine weiteren Worte verlieren. Schaut euch einfach die Bilder an.

Aber eins will ich nicht übergehen. Es gibt hier tatsächlich eine Personenfähre, die ist aus einen Kässbohrer S 110 zusammen gebaut. Einfach irre.

Dann geht es los. Drei Stunden bis Fierzë. Ein himmlisches Panorama öffnet sich. Die Fähre die wir erwischt haben ist zwar die langsamste und scheinbar auch am meisten improvisierte von allen. Aber auch die abenteuerlichste. Und die Crew, bestehend aus Kapitän (?) und erstem Offizier (?), sind der Clou. Auf der Hinfahrt können sie sich nicht von Lara losreißen. Es wird mehr gestreichelt als gesteuert. Auf der Rückfahrt wird dafür, dass sie Lara noch mehr streicheln können, sogar das Steuer, übrigens ein original Mercedes 200 Lenkrad, auch mal Fahrgästen übergeben. So werden wir von einem kleinen Jungen, neun Jahre (?) alt und einer Schwarzafrikanerin gefahren. Die Beiden machen das sehr gut.

Auf dieser circa 37 Kilometer langen Strecke finden wir neben atemberaubender Berge auch einige kleine Orte, deren einziger Zugang zum Rest der Welt über die Schiffe auf dem See läuft. Kleinste Orte – bis zum maximal zehn Häuser – oder auch Einzellagen. Und immer kleine Anbauflächen zur Selbstversorgung drum herum: Wein als Dach angebaut, darunter zum Beispiel Kürbis, Mais, Feigen-, Oliven- und Obstbäume. Ein Traum. Einige dieser Anwesen bieten auch die Möglichkeit zum Übernachten an. Sicherlich ein Erlebnis.

Die Ankunft in Fierzë ist allerdings etwas enttäuschend. Ein Schotterplatz neben einer ganz neu gebauten Uferstraße und kein Ort in Sichtnähe. Eine Minibar, in der es nur Kaffee, Bier und Kekse gibt. Kein Eis. Bei der Hitze Mist.

Dann zurück. Gegen 17:30 Uhr kommen wir wieder in Komani an. Das gleiche chaotische Treiben wie am Morgen.

Wir trinken in der Bar noch ein Lemmon Soda. Die Mitarbeiter der Fähre können sich von Lara immer noch nicht losreißen und kommen bis auf den Balkon der Bar hinterher und streicheln sie noch einmal endlos durch. Wieso sind die Albaner eigentlich so hundefreundlich? Selbst Google kann mir das nicht erklären!

Zurück auf dem Campingplatz mache ich mich an meine Bilder. Heidi hat Kohldampf und macht Essen: Nudeln in der Sauce der Stelzen von gestern mit geschmortem Gemüse. Danach setzen wir uns wieder in den Außenbereich des Campingplatzrestaurants und trinken noch ein Bier und einen Rotwein.

Morgens gehts weiter ->

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